Ist der Hahnenklee-Bockswiese Touristik e.V. ein ernstzunehmender Verein?
Hahnenklee. Während Bürger, Unternehmer und Kommunalpolitik gemeinsam um die Zukunft des Ortes ringen, geraten gleich mehrere touristische Akteure zunehmend in die Kritik – allen voran der Hahnenklee-Bockswiese Touristik e.V. sowie die Hahnenklee Tourismus GmbH (HTG).
Am 3. Juni 2026 begann der öffentliche Protest gegen die geplante Vollsperrung der B241 – einer Lebensader für den Ort. Seitdem haben bereits knapp 1400 Menschen die Petition unterzeichnet, sowohl online als auch über ausliegende Listen bei lokalen Geschäftsleuten. Ein deutliches Signal aus der Bevölkerung.
Besonders engagiert zeigt sich Sibyll Lützow, Leiterin des CAREA Hotel Harzhöhe, die sich gemeinsam mit Heiko Rataj mit Nachdruck dafür einsetzt, dass Hahnenklee ausgerechnet in der Ferienzeit nicht vom Durchgangsverkehr abgeschnitten wird. Die Petition soll kurzfristig der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar übergeben werden – verbunden mit der Hoffnung, dass Planung und Zeitrahmen noch einmal überdacht werden.
Auch der Ortsrat prüft inzwischen Alternativen. Selbst von Seiten der beauftragten Baufirma wurde eingeräumt, dass während der Ferien Personalengpässe bestehen, vielleicht sogar die geplanten 4 Wochen erweitert werden müssen. Eine Verschiebung der Maßnahme erscheint daher keineswegs unrealistisch. Übergangslösungen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen – wie von Heiko Rataj vorgeschlagen – liegen ebenfalls auf dem Tisch.
Doch während all diese Akteure handeln, diskutieren und Lösungen suchen, bleibt eine zentrale Frage im Raum:
Wo sind die Organisationen, die eigentlich den Tourismus vertreten sollen?
Der Hahnenklee-Bockswiese Touristik e.V., dessen Aufgabe es sein sollte, die Interessen des Ortes aktiv zu vertreten, zeigt sich in dieser entscheidenden Phase auffallend passiv. Weder öffentliches Engagement noch eine klare Positionierung sind erkennbar. Stattdessen beschränkt sich die Außendarstellung offenbar auf punktuelle Beiträge in sozialen Netzwerken – mit entsprechend geringer Reichweite.
Ähnlich irritierend ist das Verhalten der Hahnenklee Tourismus GmbH (HTG). Obwohl sie maßgeblich für die Betreuung der Gäste zuständig ist, Programme ausarbeitet und Gästebeiträge kassiert, bleibt auch hier eine sichtbare Reaktion aus. Weder werden Unterschriftenlisten für die Petition ausgelegt, noch wird öffentlich auf die Problematik aufmerksam gemacht.
In Gesprächen vor Ort verdichtet sich dadurch ein kritischer Eindruck: Engagement scheint nur begrenzt gewünscht – insbesondere dann, wenn es unbequem wird oder klare Positionen erfordert. Gerade kritische und aktive Stimmen scheinen im Umfeld der touristischen Strukturen wenig Raum zu finden.
Dabei wäre genau jetzt der Moment, Verantwortung zu übernehmen. Wenn ein Ort droht, in einer der wichtigsten Saisonzeiten verkehrstechnisch abgeschnitten zu werden, braucht es starke Interessenvertretung, klare Kommunikation und sichtbare Initiative.
Die aktuelle Entwicklung rund um die B241 zeigt daher nicht nur den Einsatz vieler Einzelner – sondern auch ein auffälliges Schweigen dort, wo eigentlich eindeutige Aktivitäten erwartet werden.
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Die Petition gegen die Vollsperrung der B241 in den Sommerferien, befindet sich auf www.erlebnishahnenklee.de




