Hahnenklee/Goslar. In Goslar hat die Unfallkommission auf eine auffällige Häufung von Verkehrsunfällen auf der Bundesstraße 241 reagiert. Innerhalb von drei Jahren wurden auf dem Abschnitt zwischen Goslar und Auerhahn insgesamt 96 Unfälle registriert. Als Konsequenz wird auf bestimmten Teilstrecken nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingeführt.
Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit einer geplanten Sanierung der Straße, deren genauer Beginn noch nicht festgelegt ist. Zuletzt wurde ein Start Anfang August in Aussicht gestellt, allerdings müssen Details noch mit der beauftragten Baufirma abgestimmt werden.
Als Hauptursache für die Unfälle gilt der schlechte Zustand des Straßenbelags. Fachleute bemängeln insbesondere die unzureichende Griffigkeit der Fahrbahn. Kritische Bereiche sind vor allem kurvenreiche Abschnitte wie im Bärental, am Glockenberg und rund um das Kreuzeck.
Auswertungen der bisherigen Unfälle zeigen ein wiederkehrendes Bild: Vor allem bei nasser Fahrbahn verlieren Autofahrer und Motorradfahrer in den Kurven die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Dabei kam es mehrfach zu Verletzungen. Um kurzfristig gegenzusteuern, hat die Unfallkommission – bestehend aus Polizei sowie Vertretern der Kreis- und Landesbehörden – Sofortmaßnahmen beschlossen. Neben dem Tempolimit zwischen der Glockenbergkurve und Auerhahn sollen zusätzliche Warnschilder auf die erhöhte Schleudergefahr hinweisen.
Der sanierungsbedürftige Zustand der Straße ist schon länger bekannt. Bereits zu Jahresbeginn wurde festgestellt, dass eine Erneuerung nach rund zwölf Jahren notwendig ist. Die Bauarbeiten können laut Behörden nur unter vollständiger Sperrung der Strecke durchgeführt werden, da dies aus Gründen der Arbeitssicherheit vorgeschrieben ist.
Die geplante Vollsperrung sorgte insbesondere bei Gastronomen und Hoteliers, wie allgemein Gewerbetreibenden in Hahnenklee für Kritik. Sie befürchten erhebliche Einbußen während der Hauptsaison. Vertreter der Branche bezeichneten eine mehrwöchige Sperrung als schwerwiegendes Problem.
Die zuständigen Stellen haben daraufhin Gespräche aufgenommen, um Lösungen zu finden. Ziel ist es nun, die Bauzeit möglichst zu verkürzen und den Beginn der Arbeiten nach hinten zu verschieben. Aktuell wird ein Starttermin Anfang August angestrebt, wobei noch Abstimmungen mit der ausführenden Firma sowie mit den Betreibern der Petition gegen die Vollsperrung in den Sommerferien (über 2.200 Unterschriften) – Heiko Rataj (ErlebnisBocksBerg Hahnenklee) & Sibyll Lützow (Chefin CAREA Residenz Hotel Hahnenklee) – laufen müssen.




